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Rolle der Erzieherin

Die Erzieherin als Vorbild und Weichensteller

 

Wenn wir das Kind als Forscher seiner Umgebung sehen – als Selbstbilder, dann resultiert daraus auch ein dem Bild angepasstes Erzieherverhalten. Die Erzieherin ist dann kein Lehrmeister, sondern ein Vorbild. Sie zeigt dem Kind durch Ihr Verhalten, welche Werte wichtig sind. Sie belehrt nicht, sagt nicht „Sag mal Bitte“, „Gib mir die Hand“ usw. Sie sagt selber „Bitte“ oder wenn ein Kind „Bitte“ sagt, dann lobt sie es dafür.

 

Damit die Kinder die Erzieherin als Vorbild anerkennen und sich im Kindergarten entwickeln können, ist die Bindungsarbeit eine der wichtigsten im Kindergarten. Kinder brauchen Sicherheit und Vertrauen um aus sich heraus zu kommen. Sie benötigen das Gefühl gemocht und anerkannt zu werden um das Selbstbewusstsein so zu stärken, dass man sich auch an schwierige Aufgaben heran traut.

Darum legen wir großen Wert darauf, dass die Eingewöhnungsphase individuell auf jedes Kind abgestimmt wird. Denn auch die Eltern sind ein Vorbild. Wenn sich die Eltern in der Einrichtung wohl fühlen und einen guten Kontakt zu den Erzieherinnen haben, dann sehen dies die Kinder und sind bereit, sich auf den Kindergarten einzulassen. 

 

Der Raum als dritter Erzieher

Die Erzieherin hat weiterhin die Aufgabe, die Räumlichkeiten den Kindern anzupassen. Sie muss die Gruppe im Blick haben, aber auch jedes einzelne Kind. Über die Raumgestaltung kann eine Erzieherin einem Kind helfen, seine Entwicklungsaufgaben auszuweiten, Interesse für etwas Neues zu entdecken oder aber auch mit anderen Kindern in Kontakt zu treten.

 

Die Erziehungspartnerschaft

Um die Kinder bestmöglichst zu begleiten und zu fördern, ist die Elternarbeit ein sehr wichtiger Aspekt in der Rolle einer Erzieherin. "Erziehungspartnerschaft" bedeutet, dass man ein gemeinsames Ziel verfolgt, nämlich: Das Wohl des Kindes.

Um dieses Ziel zu erreichen sollen Eltern und Erzieherinnen im Austausch stehen. Eine wertschätzende, vertrauensvolle und respektvolle Umgangsform ist hier die Basis und das Fundament einer funktionierenden Erziehungspartnerschaft. In Elterngesprächen oder Tür-­und Angelgesprächen können Eltern und Erzieherinnen über Ziele in der gemeinsamen Erziehung des Kindes übereinkommen und über den Weg sprechen, den beide dafür einschlagen wollen.